PAR-Methode

Die meisten unvorbereiteten Bewerber antworten auf Fragen in Vorstellungsgesprächen zu all­gemein und oberflächlich und verzichten darauf, konkrete Beispiele zu geben. Machen Sie es besser: Geben Sie immer kurze und aussagekräftige Beispiele in Ihrer Argumentation.

Die Verwendung der PAR-Methode ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor in Vorstellungsgesprä­chen. Unvorbereitete Bewerber neigen dazu, Stichworte in den Raum zu werfen, ohne sie durch Beispiele für Personalverantwortliche verständlich zu machen.

Bereiten Sie sich vor wie ein Zauberer. Dieser versteckt das Kaninchen lange bevor er die Bühne betritt in seinem Hut. Analog dazu sollte man vor dem Gespräch 10 bis 20 Geschichten vorbereiten, als Beleg für seine Aussagen. Gebrauchen Sie für häufig abge­fragte Inhalte im Vorstellungsgespräch folgendes Argu­mentationsschema. Ihre Antworten sollten nicht zu knapp sein, son­dern mindestens zwei bis drei Sätze umfassen.

  1. Beantworten Sie die Frage.
  2. Nennen Sie eine Situation aus Ihrem beruflichen Alltag (Problem).
  3. Beschreiben Sie, was Sie unternommen haben um das Problem zu lösen Aktion).
  4. Nennen Sie das Resultat Ihrer Aktion (Resultat).

Fragen wie zum Beispiel „Sind Sie belastbar“ sind da eine gute Vorlage. Sagen Sie nicht Ja oder Nein, sondern:

  1. Ja, ich kann auch mit hohen Arbeitsanforderungen gut umgehen und da kann ich Ihnen auch eine Geschichte erzählen ...
  2. Als Projektleiter für das Intranet meiner Firma musste ich die Vorstellungen der einzelnen Abteilungen in das Projekt integrieren und hinsichtlich der technischen Machbarkeit über­prüfen.
  3. Das zog einen grossen Argumentationsbedarf nach sich und ich musste viel Arbeit auch nach Arbeitsschluss leisten, um das Tagesgeschäft nicht zu stören.
  4. Ich habe die grössere Arbeitsbelastung gern übernommen, um durch die Intranet-Einfüh­rung zu reibungsloseren Abläufen in der Firma zu kommen.

PS Mit Geschichten macht man es auch für die Interviewer unterhaltsamer und erhöht damit die eigenen Chancen. Denn: Die haben oft mehrere Gespräche am Tag und an die Person mit einer guten Geschichte erinnern sie sich am Ende.